FIA GT1 Weltmeisterschaft
Autodromo International Algarve (POR)
17.-19. September 2010

Swiss Racing Team - FIA GT1 Worldchampionship Zur siebten Runde der FIA GT1 Weltmeisterschaft sind die zwölf Teams nach Portimao im Süden Portugals angereist. Die 4,652 km lange Strecke mit ihrem unterschiedlichen Höhenniveau und den vielen engen Kurven ist sehr anspruchsvoll und bietet wenige Möglichkeiten zum Überholen.

Das Swiss Racing Team mit den Fahrerpaarungen Karl Wendlinger (AUT)/Henri Moser (CHE) und Seiji Ara (JAP)/Max Nilsson (SWE) hatte nach dem letzten Rennen auf dem Nürburgring hart daran gearbeitet, die beiden NISSAN GT-R optimal für die Strecke vorzubereiten. Vorher legte das Team zwei Testtage auf dem Eurospeedway Lausitz ein, die das Team und die Fahrer nutzten, die Fahrzeuge noch besser kennenzulernen und Änderungen am Setup zu testen.

Schon im freien Training, das bei sonnigen, aber nassen Bedingungen stattfand, zeigte sich ein guter Speed der beiden Fahrzeuge mit den Startnummern 3 und 4. Ebenso konnten die Piloten die GT-Rs im Pre-Qualifying mit hoher Geschwindigkeit bewegen, dieses Mal auf trockener Strecke. Henri Moser zeigte sich hocherfreut, dass nun die Balance und das Bremsverhalten optimal sind.

Das Qualifying begannen der Österreicher Wendlinger und der Japaner Ara. Auf dem Fahrzeug von Wendlinger befand sich offensichtlich kein optimaler Reifensatz. Obwohl es sich um einen neuen Satz handelte, konnte der Österreicher keine so guten Zeiten erreichen, als mit einem Gebrauchtsatz. Karl Wendlinger kam somit nicht unter die besten 16 und musste das Fahrzeug nach Q1 an der Box stehen lassen. Teammanager Erich Kolb zur Reifensituation: „Irgendwas stimmte da nicht, wenn die Fahrer mit gebrauchten Reifen bessere Zeiten fahren als mit neuen Reifen. Dieses Problem gab es ja nicht nur bei uns.“
Ara kam optimal mit seinem GT-R und mit der Strecke zurecht und konnte sich auf Platz 5 von 23 Fahrzeugen platzieren, zudem war er schnellster NISSAN-Pilot. Nilsson hatte somit die Möglichkeit, das zweite Qualifying anzugehen, kam dort aber nur auf P15, welcher dann dem Startplatz beim Qualifying Rennen entsprach.

Swiss Racing Team in Portimao Im Qualifying Rennen am Samstag wurden beide Fahrzeuge des Teams erneut in Kollisionen verwickelt, obwohl alle Teams klagen, dass das reduziert werden muss, um kostspielige Schäden zu vermeiden. Im NISSAN mit der Startnummer 3 startete Henri Moser von Platz 18 das Rennen, konnte sich kurzzeitig auf P11 verbessern und übergab auf P12 liegend an seinen Fahrerpartner Karl Wendlinger, der nach nur wenigen Runden nach einer heftigen Berührung das Fahrzeug mit einer gebrochenen Felge wieder an die Box zurückstellen musste.

Das zweite Fahrzeug des Teams startete von P14 mit Max Nilsson, der gleich zwei Plätze gut machen konnte und in Runde 14 an seinen Kollegen Seiji Ara übergab, der eine sehr gute Performance zeigte und den NISSAN auf P11 liegend über die Ziellinie fuhr.

Das Hauptrennen am Sonntag fand unter sonnigen und trockenen Bedingungen statt. Die beiden GT-Rs des Swiss Racing Team belegten die Startplätze 22 (#3) und 11 (#4). Wendlinger hatte einen sehr guten Start und kämpfte sich in den ersten vier Runden bis auf P14 vor. Diese Platzierung übernahm dann der Schweizer Henri Moser, der noch Top-Rundenzeiten fuhr, aber vom Fahrerfeld vor ihm aufgehalten wurde und es sich keine Möglichkeit für ihn bot, zu überholen. Wegen starken Vibrationen am Fahrzeug holte ihn das Team noch vor Ende des Rennens aus Sicherheitsgründen in die Box.
Seiji Ara startete im anderen Auto und kam nach einem tollen Start in der ersten Runde bis auf P7 vor. Ara erhielt dann aber von der Rennleitung eine Drive-Thru – Strafe, da er beim Start in eine Kollision verwickelt war. Als er diese Strafe antreten wollte, hatte er in der letzten Kurve einen Dreher bei sehr hoher Geschwindigkeit, was Platzverlust und einen kaputten Reifensatz bedeutete. Die Folge war, dass das Rennen auch für die Startnummer 4 gelaufen war. Max Nilsson setzte das Rennen fort und sortierte sich nach der vorbeifahrenden Führungsgruppe wieder ein, also mit einer Runde Rückstand. Kurz vor Ende musste auch er wegen einer defekten Spurstange aufgeben.

Swiss Racing Team Karl Wendlinger Henri Moser Seiji Ara Max Nilsson Teamanager Erich Kolb: „Die Tests auf dem Eurospeedway waren sehr gut für uns und wir konnten hier in Portimao zeigen, dass die Performance stimmt, wir haben die Speed gewaltig gesteigert. In Q1 erreichte Seiji Ara die schnellste Rundenzeit der vier NISSAN GT-Rs. Nach wie vor ist es aber ärgerlich, dass es viele kostspielige Kollisionen gibt und sich hier offensichtlich nichts ändert.“

Teamchef Othmar Welti: „Wir konnten am Wochenende zeigen, dass wir nun sehr schnell sind und hier den Anschluss gefunden haben. Die Testtage am Eurospeedway haben uns hier sehr geholfen. Es fehlt uns einfach noch das Glück, das wir in dieser Saison bisher noch nicht hatten. Mit der Performance vom Wochenende bin ich sehr zufrieden, aber es ist einfach schwierig, sich im Hauptrennen durch das starke Mittelfeld zu kämpfen, wenn das Qualifying Rennen nicht gut gelaufen ist. Portimao ist zu dem eine Strecke, auf der man sehr schlecht überholen kann. Wir freuen uns nun auf das nächste Rennen in Navarra, da wir nun so weit sind, dass Änderungen am Setup genau die Auswirkungen haben, die wir erwarten.“

Das nächste Rennen der FIA GT1-Weltmeisterschaft findet im nordspanischen Navarra vom 22.-24. Oktober 2010 statt.

mr/motioncompany