FIA GT1-Weltmeisterschaft
Paul Ricard HTTT (FRA), 2.-4. Juli 2010

Swiss Racing Team FIA GT1 Paul Ricard HTTTZur vierten Runde waren die Boliden der FIA GT1 – Weltmeisterschaft im südfranzösischen Le Castellet auf dem Paul Ricard High Tech Test Track eingetroffen, um bei über 30 Grad um Positionen zu kämpfen.

Das Swiss Racing Team ging mit seinen zwei NISSAN GT-R mit den Startnummern 3 und 4 an den Start. Der GT-R von Ara/Nilsson (#4) erreichte das gesteckte Ziel, am Samstag in das zweite Qualifying zu gelangen. Die Fahrerpaarung konnte in Q2 den Startplatz 16 für das Qualifying Race herausfahren.

Für das Fahrzeug von Wendlinger/Moser hatten die Schweizer das Q3 im Visier, jedoch verlief das Qualifying hier etwas unglücklich, so dass das Q2 nicht erreicht wurde und das Auto von der elften Reihe ins Qualifying Race startete.

Henri Moser (CHE) hatte eine gute Pace und konnte sein Auto auf P14 beim Fahrerwechsel nach einem guten Boxenstopp an Karl Wendlinger (AUT) übergeben. Bereits nach zwei Runden musste Wendlinger erneut einen Boxenstopp absolvieren, da sein vorderes rechtes Rad nach einer Kollision zerstört war. Kurz danach wurde der Österreicher von der Rennleitung aufgefordert, eine 10 Sekunden Stop-And-Go – Strafe anzutreten, da er offensichtlich zwei Kollisionen verursachte. Das Team wurde in diesem Moment im Unklaren gelassen, warum diese Strafe ausgesprochen wurde. Von Wendlinger konnten somit keine Ergebnisse mehr erwartet werden, er schloss mit P21 ab.

Das zweite Team mit Seiji Ara (JAP) und Max Nilsson (SWE) kam mit dem Fahrzeug gut zurecht und stellte den NISSAN GT-R im Qualifying Race auf P12, eine gute Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag. „Ich hatte hart gekämpft und ich habe das Gefühl, die Balance des Fahrzeug wird immer besser und besser, aber ich spüre, dass es noch untersteuert“, so Seji Ara.

Swiss Racing Team FIA GT1 Paul Ricard HTTTIm Rennen am Sonntag wurde Seiji Aras GT-R (#4) gleich beim Start am Heck beschädigt, was aber auf den weiteren Verlauf des Rennens keinen Einfluss hatte. Er konnte eine sehr gute Performance und gute Rundenzeiten zeigen. Auf Platz 8 liegend wurde er erneut von einer Corvette angefahren, aber dieses Mal wurde das Getriebe in Mitleidenschaft gezogen, so dass für dieses Fahrzeug das Rennen in Runde 10 vor dem Fahrerwechsel beendet war.

Wendlinger startete mit gebrauchten Reifen, konnte so keine Platzierungen gut machen und übergab an Henri Moser auf Platz 19 liegend. Moser fuhr mit neuen Reifen auf die Strecke und zeigt erneut eine gute Pace, die zum Ende des Rennens immer noch der entsprach, die in der Spitze gefahren wurden, jedoch war der Abstand nach vorne zu groß, um in die Punkte zu fahren. Auf Platz 15 beendete er das Rennen.

„Es ist einfach schade, dass Seiji Ara ein Crash hatte, was eine Spitzenplatzierung für uns unmöglich machte. Schon am Qualifying-Tag haben wir durch einen Unfall ein Auto verloren. Jedoch konnten wir sehr gute Rundenzeiten fahren, die uns zeigen, dass wir einen Riesenfortschritt gemacht haben. Ich bin insgesamt mit dem Wochenende zufrieden. Die Zusammenarbeit mit NISMO ist sehr gut, wir ziehen gemeinsam an einem Strang.“ so Teamchef Othmar Welti.

Erich Kolb, Teammanager des Swiss Racing Team: „Es ist schon sehr enttäuschend, wenn man nun den Speed hat und durch einen Unfall ausgebremst wird. Seiji Ara war auf dem achten Platz, hinter dem NISSAN GT-R von Peter Dumbreck  (NISSAN GT-R, Sumo Power GT) gelegen, der dann Zweiter wurde und fiel dann wegen einer Kollision mit einer Corvette aus. Er bekam den vierten Gang nicht mehr rein.
Die Balance haben wir jetzt besser im Griff und die Fahrer sind mit den Autos zufrieden. Auch Henri ist mit neuen Reifen konstant gute Zeiten gefahren. Jetzt müssen wir im Qualifying einfach noch bessere Platzierungen herausholen.“

Das nächste Rennen findet Ende Juli in Spa-Fancorchamps statt.
mr/motioncompany